Kooperationsvertrag mit Lafarge unterzeichnet

Geschäftsführer Wolfgang Waltl betont den besonderen Nutzen der Kooperation mit dem Zementwerk Lafarge: "Die Nutzung der Abwärme von Lafarge hat vielfältige Vorteile und bietet eine große Chance. Die Biomassekessel im Heizwerk können noch effizienter betrieben werden, wodurch die bisher schon sehr geringen Emissionen noch weiter gesenkt werden können. Und die Abwärmenutzung kann auch zur effizienten Spitzenlastabdeckung verwendet werden. Zusätzlich können wir unseren Kunden eine weitere Versorgungs- und Ausfallsicherheit bieten. Die besondere Chance der Kooperation liegt jedoch darin, dass dadurch das Versorgungsgebiet für regionale Wärme auch auf das Gemeindegebiet von Retznei ausgedehnt werden kann. Ein Gebiet, das wir ohne Abwärmenutzung nicht hätten erschließen können." Lafarge speist künftig 5.000 Megawattstunden Wärme pro Jahr in das Nahwärmenetz ein.

Der Werksleiter des südsteirischen Zementherstellers Lafarge Peter Fürhapter freut sich über die Kooperation und erläutert: "Bisher haben wir die warme Luft, die bei der Zementproduktion prozessbedingt entsteht, mit der darin enthaltenen Energie mangels Nutzungsmöglichkeiten an die Umgebung abgegeben. Mit der Kooperation können wir künftig die Abwärme in das Leitungsnetz der Nahwärme einspeisen und liefern so einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz." Die Kooperation hat auch einen weiteren Vorteil für die Umwelt, so Fürhapter weiter: "Wir können nun ganzjährig unseren Bedarf an Raum- und Warmwasser im Zementwerk mit ökologischer Wärme decken, auch wenn die Produktion still steht. Wir substituieren damit unseren bisherigen Verbrauch an Heizöl leicht. Allein diese Maßnahme spart rund 160.000 kg C02 pro Jahr ein."

Wolfgang Waltl ergänzt: "Unser gemeinsames Ziel ist es, Menschen mit umweltfreundlicher Wärme aus der Region zu versorgen. Das schätzen unsere Kunden auch an uns, wie eine kürzlich durchgeführte Kundenzufriedenheitsstudie ergab. Mehr als 2/3 der befragten Kunden gaben an, sich aufgrund der Regionalität der Wärmeerzeugung für den Anschluss an das Nahwärmenetz entschlossen zu haben. Schon jetzt ersetzen wir an unseren 4 Standorten rund 2,7 Mio. Liter Heizöl und unsere Wärmekunden leisten damit einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz: 8.200.000 kg CO2 werden jährlich eingespart. Durch die Einspeisung der Abwärme aus dem Zementwerk und die damit verbundene Chance das Gemeindegebiet Retznei zu erschließen, erhöht sich die CO2-Einsparung um weitere 480.000 kg CO2 jährlich. Das Potential für erneuerbare Energie in der Region ist auf jeden Fall vorhanden und wir sollten es weiter nutzen."