Abwärmenutzung in Betrieb

Ein regionales Enrgiekonzept weitet sich aus

Nach nur fünfmonatiger Bauzeit ging am 10. Dezember 2012 die Anlage zur Auskoppelung von Prozesswärme aus dem Zementwerk Lafarge in das bestehende Wärmenetz der Nahwärme Gleinstätten in Betrieb.

Über eine 2,3 km lange Transportleitung bis zum Einspeisepunkt in das Nahwärmenetz auf der Weinleiten speist nun das Zementwerk 5.000 MWh Wärme pro Jahr in das Netz. Die Nennleistung der Übergabestation bei Lafarge liegt bei 1.600 KWh und die Investitionskosten dieses Projektes betrugen rund 1,1 Mio. EUR.

Durch diese Zusammenarbeit mit dem Zementwerk Lafarge ergab sich nun auch die Möglichkeit die Gemeinde Retznei mit ökologischer und regionaler Wärme zu erschließen.

Für das Zementwerk Lafarge bedeutet dieses Projekt einen ganz wesentlichen Nutzen, nun ganzjährig den Bedarf an Raum- und Warmwasser im Zementwerk  mit ökologischer Wärme zu versorgen, selbst bei Produktionsstillstand. Diese Maßnahme spart im Zementwerk rund 160.000kg CO2 pro Jahr ein.

Für die Nahwärme Gleinstätten ergibt sich aus diesem Projekt eine effizientere Arbeitsweise bei den Biomasseheizkesseln im Heizhaus Gamlitz – Ehrenhausen und die schon bisher sehr gering gehaltenen Emissionen werden weiter gesenkt werden.

Das gemeinde- und firmenübergreifende Energiekonzept in den südsteirischen Gemeinden Gamlitz, Ehrenhausen und Retznei beweist, was gelingen kann, wenn man will und es gemeinsam versucht.